Der Führerschein für einen Aufsitzrasenmäher

aufsitzrasenmäherHat man so was schon mal gehört? Ein Führerschein für einen Aufsitzrasenmäher? Diesen gibt es tatsächlich, aber zum Glück braucht man ihn nicht immer. Wann dieser benötigt wird und wie der Erwerb dessen funktioniert, möchten wir hier erläutern:

 

Wann benötigt man diesen Führerschein?

Logischerweise gibt wie beim regulären Führerschein auch, hier einige Besonderheiten und Vorschriften, die beachtet werden müssen. Die positive Nachricht lautet zum Beispiel, dass man erst dann den Führerschein benötigt, wenn der gewünschte Rasentraktor schneller als sechs Stundenkilometer fahren kann. Und mal ganz ehrlich: Wer kauft sich schon einen kleinen Traktor für das private Grundstück, der schneller fährt? Solch ein Aufsitzrasenmäher lohnt sich tatsächlich nur dann, wenn man parkähnliche Grundstücke mähen möchte. Dann jedoch benötigt man einen Führerschein.

Ferner gilt: Das fahren mit einem langsamen Rasentraktor ist generell erst ab dem 15. Lebensjahr erlaubt. Das bedeutet: Alle Jugendlichen und Kinder haben auf diesem Gerät nichts verloren, selbst wenn dieser maximal sechs Kilometer in der Stunde zurücklegen kann.

Welcher Führerschein wird für schnellere Rasenmäher benötigt?

Wer einen Turbo Aufsitzrasenmäher fahren möchte, der benötigt hierfür den Führerschein der Klasse L. Diese Klasse gilt für alle land- und forstwirtschaftlichen Geräte. Das bedeutet dann jedoch, dass man mit dem Bestehen dieses Führerscheins auch weitere landwirtschaftliche Geräte fahren darf. Somit hängt der Erwerb von diesem Führerschein maßgeblich davon ab, welche Fahrzeuge in Zukunft gelenkt werden sollen. Aber: Die Fahrzeuge für die Landwirtschaft dürfen nicht schneller als 25 Kilometer pro Stunde fahren können.

Eine weitere Einschränkung lautet: Dieser Schein kann frühestens mit 16 Jahren erworben werden. Um diesen in den Händen halten zu können, müssen 14 Theoriestunden absolviert werden. Praxisstunden gibt es hier nicht, obwohl sich der eine oder andere Gartenbesitzer über ein kostenloses Mähen sicherlich freuen würde.

Hört sich alles wahnsinnig kompliziert an? Ist es aber nicht. Fakt ist, dass man den Führerschein Klasse L auch nur dann benötigt, wenn man zusammen mit dem Aufsitzrasenmäher das eigene Grundstück verlässt. Aber Achtung: Auch eine kleine Gefälligkeitstour zum Nachbarn, wenn hierzu die Straße oder der Gehweg benutzt wird, fällt unter das Verlassen des eigenen Grundstückes. Schon benötigt man dann den Führerschein und muss dann sogar den Gehweg benutzen, wenn man maximal eine Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern fährt. Danach muss das Gefährt auf die Straße, selbst wenn dann hinter einem ein Hupkonzert der fahrenden Autos entsteht. Aber so sind nun mal die gesetzlichen Vorschriften.

Trotz alledem macht das Fahren mit einem Aufsitzrasenmäher sehr großen Spaß und lohnt sich immer, wenn der eigene Garten relativ groß ist. Schließlich muss das Gefährt auch noch wenden können.